• Balthus in Paris. Eine Ausstellung 1934.
    Von Rose-Maria Gropp. München 2007.
    11,5 x 19 cm, 60 S., 5 farbige Abb., geb.

    Über diesen Artikel

    Balthus (1908–2001) war 26 Jahre alt, als er in der Galerie Pierre in Paris 1934 seine erste Einzelausstellung hatte, die ihm für den Rest seines langen Lebens den Ruf eines Außenseiters mit zumindest fragwürdigen Neigungen eintragen sollte. Unter den fünf ausgestellten Bildern befand sich – neben La Rue, La Toilette de Cathy, La Fenêtre und dem Jungmädchen-Akt Alice – auch das im selben Jahr entstandene Gemälde La Leçon de Guitare, dessen aggressive Sinnlichkeit und explizite Erotik noch Jahre später Skandale provozierten. Den moralisch weniger empfindlichen Surrealisten, allen voran André Breton, erschien der junge Balthus von 1934, der gern den intellektuellen Dandy gab, hingegen als zu individualistisch, seine Malerei als zu »altmeisterlich« und vor allem als zu gegenständlich. Im Nachhinein erweist sich diese erste Ausstellung nicht nur als repräsentativ für Balthus’ gesamtes Werk, sie stellte auch die Weichen für die Wahrnehmung seiner Person und seiner Kunst in der Öffentlichkeit, der er sich zeit seines Lebens bewusst widersetzte und immer wieder mit großem inszenatorischen Geschick entzog. Dieser Band stellt die Bilder der Ausstellung von 1934, die heute zu den Hauptwerken des Künstlers zählen, in farbigen Reproduktionen vor. Den begleitenden Text verfasste Rose-Maria Gropp, Leiterin des Ressorts »Kunstmarkt« der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und eine der wenigen, denen der greise Balthus 1999 noch ein Interview gewährte.
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