• Christian Schad. Werkverzeichnis Bd. 1. Malerei.
    Von Thomas Ratzka. Köln 2008.
    32,2 x 25 cm, 366 S., durchgehend farbige Abb., geb.

    Über diesen Artikel

    Christian Schad gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Mitunter realistisch bis zur Überzeichnung, spiegeln seine berühmten Portraits das Bild der Gesellschaft in den »goldenen Zwanzigern« am Rande politischer Verwerfungen und sozialer Ungleichheit wieder. In ihrer Radikalität und Einzigartigkeit beeinflussten diese Bildnisse von Artisten, Großbürgern, Aristokraten und Kulturschaffenden bis heute verschiedenste realistische Kunstrichtungen. Schads Gesamtwerk ist geprägt durch beständiges Experimentieren, eine permanente Auseinandersetzung mit künstlerischer Tradition und Innovation. In der Schweiz, wohin er 1915 vor dem Kriegsdienst geflüchtet war, schließt er sich der Dada-Bewegung an. In diesem avantgardistischen Umfeld entwickelt er die so genannten Schadographien (Photographie ohne Kamera und Linse), die bereits 1937 im Museum of Modern Art in New York gezeigt werden und neben den Porträts einen großen Teil seines Weltruhms begründen. In Italien entstehen 1923 erste Bilder der Neuen Sachlichkeit. Wieder in Deutschland, überzeugt Schad in den 40er Jahren durch seine Porträts und widmet sich der expressiven Malerei. Anfang der 60er Jahre wendet sich der Künstler dem Magischen Realismus und erneut den Photogrammen zu.

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