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Der Kult des Künstlers - Unsterblich!

Hg. Jörg Völlnagel u.a. München 2008.

24 x 30 cm, 272 S., 250 Farbabb., pb.

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Der Katalog zur Ausstellung in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin beschäftigt sich mit dem Mythos des Künstlers, seinen unterschiedlichen Inszenierungsformen und der Art der Inspiration. Diese reicht von göttlicher Eingabe bis hin zu peinigenden Visionen. Die Studie berücksichtigt dabei Künstlerbilder aus mehreren Jahrtausenden und den unterschiedlichsten Kulturen. Seit Jahrtausenden steht der Künstler im Zentrum zahlreicher Schöpfungsmythen, und auch zu Beginn des 21. Jh. wird er noch immer als auserwähltes Medium einer höheren Welt idealisiert, die seinen profanen Zeitgenossen verschlossen bleibt. Der Band erzählt, auf welche Höhen und in welche Abgründe diese metaphysische Verklärung die Künstler geführt hat und bis heute führt. Dabei soll der Blick nicht auf den abendländischen Bereich fokussiert bleiben; außereuropäische Künstlerbilder, etwa aus Afrika, der Südsee oder der Maya-Kultur, werden dabei ebenso berührt wie die Künstlervorstellungen der klassischen europäischen Kunstgeschichte. Erscheint der Künstler einerseits als göttliche Lichtgestalt, als Schöpfer, sich seiner selbst gewiss und in seinem Werk unsterblich, so offenbaren sich andererseits jene dämonischen Nachtseiten, die das Künstlergenie in seinen metaphysischen Funktionen als Seher, Prophet und Erlöser überwinden will, die er zugleich aber auch als Inspirationsquelle für seine Bildschöpfungen braucht. Am Ende steht der Tod als die ultimative Schwelle zur künstlerischen Ewigkeit. Der Band bietet zahlreiche Essays u.a. von Archäologen, Ägyptologen, Ethnologen und Kunsthistorikern. Meisterwerke aus den Staatlichen Museen zu Berlin dokumentieren die Rolle und das Bild des Künstlers vom Alten Ägypten bis in die Gegenwart.