Alles für die Kunst. Von Michael Kimmelmann. Berlin 2009.


Was bereichert unser Leben? Sofern Sie diese Frage mit »Kunst« beantworten können, sitzen sie schon mit dem Autor dieses spannend zu lesenden Buches in einem Boot. Er stellt zum einen weltberühmte Künstler wie Pierre Bonnard oder Matthew Barney vor, die in obsessiver Manier an und für ihre Kunst arbeite(te)n, zum anderen weniger bis unbekannte wie Jay DeFeo, die jahrelang nur von Brandy und Zigaretten lebte, um ein tonnenschweres Gemälde fertig zu stellen, oder Michael Heizer, der fast sein ganzes Leben in der Wüste von Nevada verbrachte, um bis zum Zustand völliger Erschöpfung an überdimensionalen Freiraumskulpturen zu arbeiten. Vor allem aber erzählt Kimmelman mit tiefer Sympathie von passionierten Amateuren, deren Werke in keinem Museum der Welt zu finden sind, deren Leben aber gleichwohl zu einer Art Kunstwerk wurde. Keine Abhandlung für Experten, sondern ein leichtfüßiger, unterhaltsamer Ausflug in zehn Kapiteln, verfasst von einem der renommiertesten Kunstkritiker unserer Tage (er leitet das Kunstressort der »New York Times«) 22,5 x 14,5 cm, 288 S., 28 Abb., geb. Früher 22,90 € jetzt nur noch

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