Altdeutsche und altniederländische Malerei. Alte Pinakothek. Von Martin Schawe. München 2006.


Der weltweit größte Bestand altdeutscher Malerei und eine erlesene Abteilung altniederländischer Werke sind in der Alten Pinakothek in München zu finden. Altdorfers »Alexanderschlacht«, Dürers »Selbstbildnis im Pelzrock« und die »Vier Apostel«, Rogier van der Weydens »Columbia-Altar« oder Hans Memlings »Sieben Freuden Mariens« stehen im Mittelpunkt einer Galerie, die eine 500-jährige Tradition des Sammelns in München aufzuweisen hat. Denn bereits 1528 beauftragte der bayerische Herzog Wilhelm IV. die besten Künstler im süddeutschen Raum, Historiengemälde für ihn anzufertigen. Diese sind heute Teil der mehr als 270 ausgestellten Gemälde der Alten Pinakothek, die im vorliegenden Band farbig abgebildet und in rund 160 allgemeinverständlichen Texten erläutert werden. Zahlreiche Detailaufnahmen erschließen die Schönheit dieser Bilder und den tiefen Ernst einer vergangenen Welt, in der sie entstanden. Erstmals werden an dieser Stelle auch die weitgehend unbekannten Rückseiten der Retabelflügel vorgestellt, die zum Verständnis der Funktion und des ehemaligen Kontexts der Kunstwerke unabdingbar sind. Eine ausführliche Einführung beschreibt die Entstehungsgeschichte der Sammlung. 22,3 x 17,5 cm, 392 S., 328 Abb., davon 298 in Farbe, geb.

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