Arnulf Rainer. Neue Fotoarbeiten. Hg. Kai Middendorff.


Ostfildern-Ruit 2005. Arnulf Rainer, 1929 in Baden bei Wien geboren, gehört zu den wichtigsten europäischen Künstlern nach 1945. Er ist vor allem mit gestischer Malerei und Übermalungen eigener wie fremder Werke, darunter auch Fotografien, bekannt geworden. Erst seit drei Jahren greift Arnulf Rainer selbst zur Kamera. Die vorliegende Publikation präsentiert erstmals die fotografische Arbeit des Künstlers, die bisher kaum bekannt ist. Alle bis heute entstandenen 69 Fotografien, in denen sich Rainer abseits aller Konventionen des Mediums bewegt, sind in diesem Buch vereint. Seine Fotos »zeigen« nichts, geben Rätsel auf: Sie sind »Nichtfotos voller Fragezeichen«. Angelegt wie gemalte Bilder, jedoch mit den »entfremdeten Mitteln der Fotografie geschaffen« - so Robert Fleck -, verweisen sie formal auf Rainers abstrakte Malerei zurück: Unscharfe Bildbereiche, nicht bestimmbare Raumkoordinaten und partielle Verdeckungen der Kameraöffnung erzeugen wie absichtslos entstandene, autonome Fotografien, überlagert von ikonoklastischen Gesten. 22 x 30,30 cm, 136 S., 69 farbige Abb., geb.

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