Augenschmaus. Vom Essen im Stillleben. Hg. Ingried Brugger und Heike Eipeldauer. Kat. Wien 2010.


Anhand von 90 exemplarischen Werken aus unterschiedlichen Kunstlandschaften und Epochen werden Geschichte und Stellenwert des Essens im Stillleben vom 16. bis ins 20. Jahrhundert in verschiedenen Erzählsträngen verfolgt. Das Stillleben wird als ein sich wandelndes Bedeutungssystem präsentiert, das in direktem Verhältnis zu den Veränderungen der Gesellschaft und ihren kulturellen Praktiken steht. Hierbei soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das Stillleben bloße Naturnachahmung, Symbolträger oder gar Konstruktion von Realität ist. Ausgehend von Pieter Aertsens Küchen- und Marktstücken, die die Bedeutungsumkehrung vom Religiösen zum Profanen markieren, wird die Entwicklung des Genres in seiner kontinuierlichen Entfaltung mit Werken des 17. und 18. Jahrhunderts hauptsächlich aus den Niederlanden, Spanien und Italien nachvollzogen. Dies an einem breiten Spektrum von Kunstwerken - von Chardin bis zu Cézanne und Picasso - vor Augen geführt. Die Stillleben werden hierbei Rezepte von Starköchen gegenübergestellt. Wie eine der möglichen Fortsetzungen dieser Entwicklung erscheint die Transformation der Nahrung vom Sujet der Malerei zum eigentlichen künstlerischen Material in der Eat Art - auch ihr ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Noch nie wurden Stillleben aus fünf Jahrhunderten so sinnlich präsentiert. 30 x 24 cm, 248 S., 143 Abb. in Farbe, geb.

Bestellnummer: 462179 39,95 € Diesen Artikel in
den Warenkorb legen

Artikel weiterempfehlen Rezension verfassen


   Weitere Artikel der Rubrik Kunstgeschichte und Kunsttheorie:

      <  Auge und Wort. Gesammelte Schriften zu Kunst und...
      >  Augentäuschung. Die Tricks der Künstler. Forschen -...