Das Moller-Florilegium. Hans Simon Holtzbeckers Blumenalbum für den Bürgermeister Barthold Moller. Hg. von Dietrich Roth. Reprint München 2007.


Hans Simon Holtzbeckers Florilegien, Zeugnisse herausragender künstlerischen Begabung, genauer Beobachtung und immensen Fleißes, sind eine Quelle von großer Bedeutung für die Geschichte der Blumenmalerei und der Gartenkunst sowie für die historische Botanik und die Einführung von Zierpflanzen in Deutschland. Mehr als 300 Jahre galt das prächtige fünfbändige Blumenalbum mit meisterhaften Abbildungen von Wild- und Gartenblumen sowie Früchten, das der Maler Hans Simon Holtzbecker (gest. 1671) um das Jahr 1660 für den Hamburger Bürgermeister Barthold Moller (1605-1667) gemalt hatte, als verschollen. Erst seit kurzem erlebt dieser lange Zeit vergessene Maler eine Renaissance. Von keinem der drei nunmehr bekannten Bände mit 598 Blumenbildern auf 269 großformatigen Pergamenten hatte die Fachwelt bis dahin Notiz genommen. Dabei war der Blumenmaler Hans Simon Holtzbecker zu seiner Zeit ein hochgeschätzter Künstler. Dies brachte in überschwenglicher Weise der Barockdichter Johann Rist (1666) zum Ausdruck, der ebenso wie der Hamburger Professor Rudolf Capell (1678) dessen Blumenbilder in den höchsten Tönen lobte. Über sein Leben wissen wir nur wenig; aus Kirchenbüchern ist zu entnehmen, daß der Künstler mit seiner großen Familie mindestens zwanzig Jahre in Hamburg gelebt hat. Außer für Hamburger Auftraggeber hat Holtzbecker mehr als zehn Jahre für das Herzogshaus von Schleswig-Holstein-Gottorf gearbeitet (»Gottorfer Codex« in Statens Museum for Kunst Kopenhagen). Mit einem Beitrag von Thea Vignau-Wilberg. 24 x 32,5 cm, 326 Seiten mit 182 Farbtafeln sowie 271 Abbildungen in Farbe, Leinen im Schmuckschuber.

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