»Das Schwarze Gebetbuch« und »Gebetbuch von Gabriel Glockendon«. Faksimilepaket von zwei Handschriften. Insel Verlag 1982.


Das »Schwarze Gebetbuch« (Vollfaksimile des Codex 1856 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien) ist das einzige als Ganzheit erhaltene Buch dieser Art und ein Preziosum von herausragender kulturhistorischer wie künstlerischer Qualität - im Bereich der Buchmalerei ein Beispiel für Luxus in seiner Vollendung. Nach nur 10-jähriger glanzvoller Herrschaft hinterlässt der kunstsinnige Galeazzo Maria Sforza, fünfter Herzog von Mailand und mit nur 33 Jahren ermordet, der Nachwelt dieses rätselhaftes Erbe: das wohl wertvollste Stück seiner erlesenen Bibliothek, das Schwarze Gebetbuch Karls des Kühnen, des Herzogs von Burgund. Das um 1470 in Brügge entstandene Gebetbuch gilt als das Hauptwerk des bis heute unbekannten »Meisters Anton von Burgund«, einem der ganz großen Buchmaler seiner Zeit. Er schuf auf 154, zuvor in schwarze Lösung getauchten Pergamentblättern das Dokument eines völlig neuen Stilwillens. Noch ungewöhnlicher als die schwarze Grundfarbe mussten die Miniaturen aus dem Passionszyklus durch den Realismus ihrer Darstellung auf seine Zeitgenossen wirken. Mit 124 Miniaturen (darunter 15 Vollbilder, eine Wappenseite, 24 Kalenderminiaturen, 74 Rundbilder, reicher Bordürenschmuck und 19 historisierte Initialen) überragt das Schwarze Gebetbuch schon allein durch die Zahl seiner Illustrationen die Stundenbücher seiner Zeit. Nicht nur der gesamte Text, auch die Lichter und Konturen der Bilder und ein Großteil des ornamentalen Schmucks wurden in Gold und Silber aufgetragen! Limitierte Weltauflage der Faksimile-Ausgabe: 850 Exemplare. Format 18,2 x 25,5 cm, 154 Blatt, Sprache Latein, 124 Miniaturen, darunter 15 Vollbilder, eine Wappenseite, 24 Kalenderminiaturen, 71 Randmedaillons, reicher Bordürenschmuck und 19 historisierte Initialen. Kommentarband im Format der Faksimile-Edition (240 Seiten, mit reichem Bildmaterial) von Ulrike Jenni und Dagmar Thoss. Ledereinband. Das »Gebetbuch von Gabriel Glockendon für Kardinal Albrecht von Brandenburg«, Faksimile Nürnberg 1536/37 (Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Cod. 1847) bildet den zweiten Teil unseres Angebotes. Vom Nürnberger Buchmaler Gabriel Glockendon, einem Sohn Nikolaus Glockendons d. Ä., stammen die 42 ganzseitigen Miniaturen zu neutestamentarischen Szenen, von Georg Stierlein, der als Schreiber des Kardinals für alle neu entstandenen Handschriften zuständig war, das Randdekor und die Initialen. Der um 1515 geborene Gabriel führte schon in jungen Jahren die Werkstatt seines berühmten Vaters als technisch äußerst versierter Miniaturist. Zu einer Zeit, als die Kunst des Buchdruckes bereits in hoher Blüte stand und es auch druckgrafisch illustrierte Werke von außergewöhnlicher Güte gab, musste dieser mit der Hand geschriebene und vom Buchmaler illuminierte Codex durch höchste Qualität überzeugen. Charakteristisch für die Miniaturen von Gabriel Glockendons sind ein ausgeprägter Hang zum Detail, stimmungsvolle Landschaftsdarstellungen und eine harmonische Farbgebung, wie die differenzierten Farbabstufungen, reiche Goldhöhungen und akzentuierte Beleuchtung erkennen lassen. Die Miniaturen zeigen - mit Ausnahme eines Blicks auf die Erschaffung Evas - das Heilsgeschehen, von der Verkündigung an Maria bis zur Grablegung Christi. Die humanistisch geprägten Gebetstexte sind gut lesbar und unserem gegenwärtigen Sprachgebrauch vergleichsweise nahe, so dass das Buch noch heute als Gebet- und Meditationsbuch herangezogen werden kann. Limitierte Auflage: 998 Exemplare (1-99 Luxusausgabe) 200 Seiten (I+100 Blatt+I). Format Blatt: 23,5 x 18,4 cm (Buch: 24,5 x 19 cm) 42 ganzseitige Miniaturen von Gabriel Glockendon, 73 drei- bis siebenzeilige Zierinitialen von Georg Stierlein Einband: brauner Ledereinband mit Goldprägung. Früher 6.460,00 € jetzt nur noch

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