Hermann Ungar- Knaben und Mörder Die Graphischen Bücher Band 19, mit Zeichnungen und Originalradierungen von Sascha Juritz. Leipzig 2000.


1920 trat Hermann Ungar (1893-1928) mit zwei Erzählungen an die Öffentlichkeit, die sofort seine eigenwillige Begabung zum Ausdruck brachten: das Diagnostizieren menschlicher Abgründe, Ängste und Bosheiten. Thomas Mann, der frühzeitig auf Ungar aufmerksam wurde und nach dessen frühen Tod auch einen Nachlaßband herausgab, bescheinigte den Texten eine »groteske Sakramentalität des Sinnlichen«. Ungar entzauberte die insbesondere nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges haltlos gewordene Welt, in der empfindsame und leidenschaftliche Menschen hin und her gestoßen und zu seelisch Verstümmelten wurden. Leider gehört Ungar heute zu den eher vergessenen Autoren. Dieser Band will zu seiner verdienten Wiederbekanntmachung beitragen. Sascha Juritz, geboren 1939, studierte in Offenbach, Florenz und Paris. Mehrfache Auszeichnungen begleiten seinen Künstlerweg, u.a. erhielt er 1984 den Internationalen Senefelder-Preis für Lithographie. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Illustrationsfolgen zur Literatur. 17,5 x 26,0 cm, 120 Seiten, farbig bedruckter Leinenband, mit Zeichnungen und Originalradierungen von Sascha Juritz. Einmalig limitierte Auflage von 999 numerierten Exemplaren, im Impressum vom Künstler signiert. Früher 71,60 € jetzt nur noch

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