William Eggleston. Chromes. Text von Thomas Weski. Göttingen 2011.


William Eggleston war der Mann, der die Farbfotografie salonfähig machte. Sein offensichtlich schillernder Charakter sorgte für Geschichten, in denen zumeist Frauen und Alkohol die tragenden Rollen spielten. Geschichte schrieb er allerdings seit den späten 1970er Jahren mit seiner bis dahin nicht gesehenen Auffassung der Fotografie: seine lakonischen Motive, die gewöhnungsbedürftigen Blickwinkel und die verschwenderische eingesetzten Farben schockierten und wurden als vulgär empfunden - er hingegen bezeichnete sie als Kunst, und setzte sich durch. Heute erzielen seine Arbeiten auf dem internationalen Kunstmarkt Spitzenpreise. Sein außergewöhnlicher Werdegang ist Gegenstand einer hochwertigen Reihe von Publikationen aus dem Steidl Verlag. Der erste Band »Before Color« (2010) behandelte die frühen schwarzweißen Bilder, dieser Band nun setzt die Chronologie mit über 5000, aus Egglestons privatem Archiv gehobenen Diapositiven, (Kodachromes Ektachromes) fort, sie sind hier auf das Feinste reproduziert! Sie repräsentieren Egglestons Zeit in Memphis, die vom Experimentieren mit Farbe und Komposition bestimmt war, und die in der Verlängerung auf die Entwicklung der Eggleston-spezifischen »poetic snapshots« hinwirkte. Kurz gesagt: dieser feudale, reichhaltige Dreibänder zeigt den Meister bei der Arbeit. (Text engl., Steidl) 31,5 x 32 cm, 728 Seiten, 364 Farbtafeln, geb. 3 Leinenbände mit geprägter Titelillustration im Schmuckschuber.

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