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Geschichte der Kunst des Alterthums. Vollständiger Nachdruck der Erstausgabe Dresden 1764.

Von Johann Joachim Winckelmann. Mit einer neuen Einführung von Max Kunze. Darmstadt 2018.

17,5 x 24,5 cm, 480 S., Leinen.

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Winckelmanns Leistung und Wirkung bis heute macht vor allem seine ästhetische und stilgeschichtliche Kunstbetrachtung und die leidenschaftliche Beschwörung der griechischen Antike aus, die auf das europäische Geistesleben ausstrahlte. Der Marginalisierung der Antike in der Zeit der französischen »La querelle des Anciens et des Modernes« setzte er ein überhöhtes Griechenlandbild entgegen, weg von der römischen auf die griechische Antike, womit er das idealistische Antikebild der deutschen Klassik mit ihrem Schönheitsbegriff und ihrem humanistischen Griechenideal entscheidend mitbestimmte. Die in der griechischen Kunst gesehenen ethischen Werte verbanden sich in der Folge mit ästhetischen. Winckelmanns »Pioniertat« und Gründerrolle für die archäologische und kunsthistorische Wissenschaft war verbunden mit einer scharfen und emotionalen Polemik, mit der er seine Ideen durchzusetzen und sich von seinen Vorgängern und Zeitgenossen abzugrenzen suchte. Dies tat er auch im traditionellen Gelehrtenstreit, vor allem aber, indem er seine Vorstellungen von antiker Kunst und ihrer Bedeutung für die zeitgenössische europäische Kultur an ein breites Publikum, eine neue Gruppe von bürgerlichen Lesern, besonders in Deutschland, herantrug.