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Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting. Bestandskatalog des Städtischen Museums Braunschweig.

Von Evelin Haase. Hildesheim 2006.

21 x 30 cm, 528 S., zahlr. Abb., pb.

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Versand-Nr. 1025007
geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Carlos Götting wurde 1828 in Braunschweig geboren. Mit 22 Jahren wanderte der Sattler- und Tapeziergeselle nach Amerika aus. Er ließ sich 1856 in Santiago de Chile nieder und übernahm ein Möbel- und Einrichtungsgeschäft, durch das er zu Wohlstand kam. Schon während seiner Übersiedlung von Argentinien nach Chile hatte Götting einige völkerkundlich interessante Gegenstände erworben. Ab 1870 begann er in größerem Stil zu reisen, sowohl innerhalb Chiles und in südamerikanische Nachbarländer als auch nach Europa, in den Orient und schließlich einmal um den ganzen Globus. Diese Weltreise führte ihn von Europa durch die USA, von dort nach Japan, China, Indien und über Ägypten wieder zurück nach Europa. In seinen Unterlagen bewahrte Götting sein Leben lang einen Zeitungsartikel auf, in dem eine vergleichbare Reise um die Welt in 64 Tagen angepriesen wurde. Er selbst ließ sich jedoch fast ein ganzes Jahr Zeit. Auf seinen Reisen sammelte Götting alles, was ihn interessierte, vor allem Gegenstände der von ihm besuchten Völker, aber auch Fotografien und Naturalien. Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting ist sehr vielseitig. Sie enthält neben archäologischen Fundstücken aus Peru und Mexiko Gegenstände der Mapuche, Guarani und anderer Indianervölker Südamerikas. Auf den Reisen um die Welt kamen auch Kunstgewerbliches aus Japan, China, Indien und dem Orient sowie Musikinstrumente aus Nubien, Elchhaarstickereien der kanadischen Indianer oder eine Vogelmannfigur von der Osterinsel hinzu. Götting, der sich im Alter in Hamburg niederließ, schenkte kurz vor seinem Tod 1899 seiner Heimatstadt Braunschweig die ethnographische Sammlung mit fast 1 500 Objekten sowie die 2530 Reisefotografien und vermachte testamentarisch einen größeren Geldbetrag als Grundlage für den Bau eines städtischen Museumsgebäudes, das 1906 eröffnet wurde.

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