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Letzte Chance. Der Nahe und Mittlere Osten am Scheideweg.

Von David Gardner. Darmstadt 2010.

14,5 x 22 cm, 246 S., geb.

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Naher und Mittlerer Osten sind und bleiben auf absehbare Zeit ein Brennpunkt der Weltpolitik. David Gardner gibt einen fundierten Überblick über diese Krisenregion. Scharfsichtig, und vor unbequemen Wahrheiten nicht zurückschreckend, schöpft seine Analyse aus einer großen geschichtlichen Kenntnis und langjährigen persönlichen Erfahrung vor Ort. Er beleuchtet Schlüsselländer wie Syrien, Jordanien oder Saudi-Arabien, um zu erhellen, warum immer gleiche Phänomene wie Sektierertum und Despotie in der arabischen Welt weiterhin blühen und gedeihen. Die »Arabische Ausnahme«, so Gardner, ist weitgehend ein hausgemachtes Problem des Westens. Indem der Westen (und insbesondere die USA) Tyrannen unterstützt, den israelisch-palästinensischen Konflikt immer wieder neu befeuert und demokratisch gewählte islamistische Parteien verteufelt, hat er eine Region bebrütet, die resistent scheint gegen politische und wirtschaftliche Reformen. Mit der neuen US-Regierung und ihrer Politik im Nahen und Mittleren Osten muss es eine Neubewertung dessen geben, was Realpolitik hier bedeuten kann und soll. Die traditionellen politischen Muster - Israel unterstützen, ein Netzwerk verlässlicher Machthaber knüpfen, die Saudis besänftigen, den Islamismus unterdrücken - sind im 21. Jahrhundert, so Gardner, nicht mehr tragbar.