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Zur Lage der chinesischen Bauern.

Von Guidi Chen, Chuntao Wu. Feldafing 2011.

11,5 x 19 cm, 600 S., 2 Karten, pb.

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Die chinesische Wirtschaft boomt mit Zuwachsraten, von denen europäische Staaten nur träumen können. Doch abseits der neuen Megastädte leben über 50 Prozent der chinesischen Bevölkerung in Rechtlosigkeit und bitterer Armut. Auf dem Land herrschen Despotie und Willkür. Die Bauern werden mit unsäglichen Steuern und Abgaben belegt - zugunsten der stürmischen industriellen Entwicklung und der Prosperität der Ostküstenmetropolen, in denen die Bewohner so gut wie nichts über die Lebensbedingungen der Bauern wissen. Das chinesische Schriftsteller-Ehepaar Wu Chuntao und Chen Guidi (sie stammen beide vom Land) beschloss, die Situation der Landbevölkerung zu dokumentieren. Sie wollten den Städtern begreiflich machen, in welch zerrissenem Land sie leben, wollten ihnen die vergessene Mehrheit der Nation vorstellen, die Menschen, die bei der Modernisierung Chinas auf der Strecke bleiben: 900 Millionen Bauern, Land- und Wanderarbeiter, deren Lebenssituation auch zu einer echten Gefahr für die politische Führung in Peking werden kann: »Die Bauern Chinas gehören zu einer besonderen Gattung Mensch, sie sind die gutherzigsten, folgsamsten und duldsamsten Wesen der Welt, aber wenn sie erst einmal aufgerüttelt sind, dann können sie mit einem Mal zur gewaltigsten, furchtlosesten und zerstörerischsten Armee der Welt werden« (Chen/Wu). Chens und Wus Reportage »Zur Lage der chinesischen Bauern« wurde in China sofort nach Erscheinen zum Bestseller. Doch bereits bei den Vorbereitungen für eine zweite Auflage schritt die Zensurbehörde ein. Inzwischen kursiert ihr Buch millionenfach als Raubkopie. In Europa wurde es mit dem Lettre Ulysses Award ausgezeichnet, dem »Nobelpreis für Journalismus«.