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Das Mädchen mit dem Hut. Die wahre Geschichte eines fiktiven Bildes.

Von Otto Hans Ressler. Wien 2010.

13,5 x 21 cm, 144 S., 10 farbige Abb., geb.

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Egon Schiele war eine geniale künstlerische Begabung. In seinen lange als Pornographie verkannten Bildern ging es ihm um die Darstellung der wahren Natur des Menschen mit all ihren seelischen Abgründen. Im Spätwinter 1917 malte er ein junges Mädchen. Die Geschichte dieses Bildes scheint die von Schiele erschauten Abgründe nachzeichnen zu wollen - von einem Buchhändler, der in Auschwitz ermordet wird, zu einem Sammler, der 1938 aus Österreich fliehen muss, bis zur »Arisierung« des Gemäldes und der Hinhaltetaktik des demokratischen Österreichs, geraubtes jüdisches Eigentum zurückzuerstatten. Das Happy End, die Restitution und anschließende, Aufsehen erregende Auktion, hat einen Schönheitsfehler: Alles an dieser Geschichte ist wahr - aber Schiele hat dieses Bild nie gemalt: eine Parabel auf Kunst und Politik im 20. Jahrhundert.

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