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Pribers Paradies.

Von Ursula Naumann. Frankfurt a.M. 2001. Aus der Reihe »Die Andere Bibliothek«, Band 193.

13 x 21,5 cm, 319 Seiten, Leder.

Preis inkl. MwSt zzgl. Versandkosten

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Versand-Nr. 571504
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Im Jahre 1735 verließ Johann Gottlieb Prieber, ein beinah vierzigjähriger, angesehener Advokat aus Zittau, Frau, Kinder, Beruf und Heimat und verschwand. Spärliche Zeugnisse, Aktenstücke und Briefe berichten, daß er im wilden Hinterland von Georgia und South Carolina wieder aufgetaucht ist, um dort eine ideale Republik zu gründen. Priber, wie er sich in Amerika schrieb, gilt als Visionär und Kommunist, als Jesuit und als Ketzer, Spion in den Diensten des französischen Erzfeinds und Anhänger der Vielweiberei, als Aufrührer und Naturmensch. In sein Paradies wollte Priber Menschen »aller Farben und Rassen« aufnehmen. In der späteren Geschichtsschreibung erscheint Priber bald als Bösewicht, bald als Lichtgestalt. Mit Campanella, Thomas Morus und Rousseau hat man ihn verglichen. Soviel steht fest, daß er die einzige säkulare, naturrechtlich begründete Kommune des 18.Jahrhunderts gegründet hat. Sein Projekt ist, wie viele, die ihm folgten, gescheitert. Priber wurde verhaftet, und ebenso plötzlich, wie er aufgetaucht war, ist er spurlos verschwunden. Es ist eine abenteuerliche Geschichte voller Lücken und Rätsel, die von der Autorin mit detektivischem Spürsinn ans Licht gebracht werden. Ihre Rekonstruktion will nicht nur die Wahrheit ermitteln, sondern auch den individuellen und historischen Sinn von Irrtümern und Lügen. Dieses Werk hätte auch in einem wissenschaftlichen Verlag erscheinen können, wäre es nicht so glänzend geschrieben und so spannend erzählt. Über den Fall Priber hinaus bietet es ein höchst lebendiges, detailfrohes Fresko von den Schrecken und Wundern des 18. Jahrhunderts im engen Deutschland und im weiten Amerika. Limitierte Auflage (999 Exemplare).

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