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Römische Papstkapellen des Cinquecento.

Von Gina Möller. Petersberg 2018.

22 x 30 cm, 256 S., 67 farb. und 38 s/w-Abb., geb.

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Die kulturell determinierte Materialpraxis ist immer schon ein entscheidender Faktor künstlerischer Produktion gewesen. Doch gerade für die Stadt Rom ist die Frage nach der Materialpraxis historisch eine äußerst relevante. Es sind die den Materialdurst der Superreichen stillenden Massen an Marmor der römischen Antike, die durch kulturelle Aneignungsprozesse über Jahrhunderte fortwährend produktiv rekontextualisiert wurden. Dies gipfelt in den spektakulären Kapellen- und Kirchenausstattungen des römischen Barock. Mit der von Gregor XIII. gestifteten Cappella Gregoriana in St. Peter findet die entscheidende Neubestimmung der Sakralraumausstattung statt, an die sich Sixtus V. mit der Stiftung der Cappella Sistina in Santa Maria Maggiore anschließt. Sie bilden den Auftakt der durch das Material Buntmarmor maßgeblich geprägten Geschichte des römisch-barocken Sakralraums, die im vorliegenden Band behandelt wird.