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Günther Blau. Zeitspuren.

Hg. Christoph Otterbeck. Katalog, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg 2021.

21 x 25,5 cm, 128 S., 100 meist farb. Abb., geb.

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Der Maler Günther Blau (1922-2007) schilderte und interpretierte die Welt auf eine stille, zugleich sehr eindringliche Weise. Seine Bilder verbinden die nüchterne Bestandsaufnahme mit einem Gespür für das Rätselhafte der menschlichen Existenz. Er ging entschieden von dem aus, was er sah, und übersetzte das Gesehene in Gemälde von reduzierter Farbigkeit, scharfer Konturierung und strenger Komposition. Dieses Buch präsentiert das malerische Werk Günther Blaus anhand von Arbeiten der Jahre 1950 bis 1991. Die Auswahl führt das Panorama seiner wichtigsten Themen vor Augen. In 14 Kapiteln stellt es italienische Städtebilder, Ansichten von Marburg, Stillleben alltäglicher Objekte, Industrielandschaften, die Familie Blau, Selbstporträts und andere Motivwelten vor. Nach Kindheit und Jugend in Elberfeld erlebte Blau den Zweiten Weltkrieg als Soldat. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er anschließend in München und Karlsruhe. Über Jahrzehnte lebte er als freier Künstler in der Universitätsstadt Marburg und dem benachbarten kleinen Ort Cyriaxweimar. Sein Interesse galt den »Zeitspuren«, wie er es selbst formulierte. Seine Kunst lässt die Vergänglichkeit aufscheinen und hinterfragt die eigene Zeit.