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Kim Philby. Gentleman, Spion, Verräter.

Von Pierre Boisserie. Illustriert von Christophe Gaultier. München 2021.

18,5 x 26,5 cm, 88 S., farb. Abb., geb.

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Nichts im Leben des Briten Kim Philby deutete je darauf hin, dass er einmal sein Land für die Sowjetunion verraten würde: Harold »Kim« Philby stammt aus gutbürgerlichem Hause, absolviert ein Studium in Cambridge und ist eher schüchtern. Während des Zweiten Weltkriegs schließt er sich dem MI6 an und erklimmt die Ränge des britischen Geheimdienstes. Was niemand ahnt: Philby ist glühender Kommunist und wurde während seiner Studienzeit als einer der »Cambridge Five« vom KGB angeworben. Mehr als 30 Jahre lang reiste Philby unter dem Deckmantel, ein Journalist der Times zu sein, durch Europa und schickte Informationen an den britischen Geheimdienst MI6. Er stieg weiter auf, bevor er sich der antisowjetischen Abteilung anschloss und später in Washington als Verbindungsmann zwischen dem MI6 und dem CIA arbeitete. Was jedoch bis 1951 unentdeckt blieb, war, dass er schon 1933 vom KGB rekrutiert worden war. 20 Jahre lang hatte Philby akribisch Verteidigungsgeheimnisse auch direkt an den KGB zurückgemeldet und damit einen bedeutenden Einfluss auf den Koreakrieg, die Berlin-Blockade und Stalins Außenpolitik ausgeübt. Erst bei seiner Rückkehr nach London, als er kurz davor stand, die Spitze des MI6 zu erreichen, wurde seine Rolle aufgedeckt. Eine fesselnde Graphic Novel über Überzeugung und Verrat, die auf wahren Tatsachen beruht und Kim Philby als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zeigt - und als Vorbild für den Mythos des Doppelagenten, wie ihn beispielsweise John Le Carré in »Dame König Ass Spion« beschreibt.