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Strange Beauty. Issues in the Making and Meaning of Reliquaries, 400-circa 1204.

Von Cynthia Hahn. University Park 2013.

22,5 x 25 cm, 302 S., zahlr. Abb., pb.

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Reliquienschreine, eine der zentralen Kunstformen des Mittelalters, haben in letzter Zeit das Interesse von Historikern und Künstlern geweckt. Bisher gab es jedoch keine Abhandlung, die sich mit ihrer Geschichte, ihren Ursprüngen und ihrer Stellung innerhalb der religiösen Praxis, vor allem aber mit ihrer Schönheit und ihrem ästhetischen Wert befasst. In »Strange Beauty« behandelt Cynthia Hahn Themen, die die Klasse der mittelalterlichen Reliquienschreine als Ganzes betreffen. Sie befasst sich insbesondere mit tragbaren Reliquienschreinen, die oft winzige Reliquienfragmente enthielten, die es den Heiligen angeblich ermöglichten, aktiv Macht in der Welt auszuüben. Reliquienschreine, so Hahn, sind vor allem eine Form der Repräsentation. Sie bilden selten einfach ab, was sie enthalten, sondern bereiten den Betrachter auf die angemessene Rezeption ihres kostbaren Inhalts vor und begründen die »Geschichte« der Reliquien. Sie basieren auf Formen, die ihren Ursprung in der Bibel haben, insbesondere auf dem Kreuz und der Bundeslade, finden aber Wege, die Vision dieser Formen zu erneuern. Sie sprechen den Betrachter auf vielfältige Weise an, die man vielleicht am besten als überzeugend oder »rhetorisch« bezeichnen kann, und Hahn verwendet literarische Begriffe wie Zeichen, Metapher und Gleichnis, um ihre Funktionsweise zu erörtern. Gleichzeitig nutzen sie unerwartete Formen - den Geldbeutel, den Arm oder Fuß oder körperlose Köpfe -, um eindrucksvolle Effekte zu erzielen und die Anwesenheit des Heiligen nachdrücklich anzudeuten. (Text engl.)