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Geist und Galanterie. Kunst und Wissenschaft im 18. Jahrhundert aus dem Musee du Petit Palais, Paris.

Hg. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Leipzig 2005.

24,50 x 28,00 cm, 288 S., 360 Abb, davon 307 farbige Abb. pb.

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geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe; TB = Taschenbuch; Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Ein beeindruckendes Panorama französischer Lebensart des galanten Zeitalters ersteht mit dieser Auswahl aus den reichen Beständen des großen Pariser Musee du Petit Palais. Ausgehend von der berühmten Enzyklopädie von Diderot und d« Alembert als Zusammenfassung des Wissens der Zeit werden Kostbarkeiten verschiedener Genres unter 4 weit gefassten Themenkreisen behandelt: Denken und Wissenschaften, Historie, Theater und Fabel, Exotismus und Orientalismus, Naturempfinden im 18. Jahrhundert. »Die Hinwendung zur Welt und zu den Wissenschaften war der Gegenentwurf zum Barock mit seinen religiösen Sehnsüchten und Jenseitsprojektionen. In der Aufklärung entstand das Fortschrittsdenken, das bis in unsere Tage wirksam ist. In den vier zentralen Abteilungen der Ausstellung geht es nicht nur um die Kunst, sondern um das gesamte geistige und künstlerische Spektrum des 18. Jahrhunderts.« (Wenzel Jacob) »Quasi als Bonusmaterial liefert der Band äußerst lesenswerte Einschübe zu einzelnen Begriffen, die den Epochenquerschnitt auch mit Einblicken in den Lebensalltag der Zeitgenossen abrunden und vervollständigen: so erfährt man Wissenswertes und Anekdotisches z.B. über das Schicksal der Marseillaise, die ersten Flugversuche der Montgolfière ebenso wie über Benjamin Franklins schütteres Haar und die seltsame Mode tiergestaltiger Schönheitspflästerchen. Der Marquis de Sade wird als wahrer Aufklärer über die Natur des Menschen gewürdigt: er deckte ein Verhältnis von Lust und Gewalt auf, das uns am Menschen selbst zweifeln lässt; in la Mettries Schrift über den »Maschinenmenschen« entdecken wir erstaunliche Vorwegnahmen noch heute aktueller Fragestellungen. Die einzelnen Objekterläuterungen fallen so sorgfältig wie fundiert aus, dass sie fast ihrerseits Essay-Charakter annehmen - ein Panorama der Bild- und Themenwelten des Rokoko und der Aufklärung.« (Portal Kunstgeschichte)

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