0 0
Dieser Online-Shop verwendet Cookies für ein optimales Einkaufserlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang des Online-Shops eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.

Maria Lassnig.

Katalog. München, 2010

21 x 27 cm, 144 Seiten, zahlreiche Abbildungen in Farbe, geb.

Preis inkl. MwSt zzgl. Versandkosten

Ausverkauft
Versand-Nr. 469556
geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe;
Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe

Maria Lassnig ist eine der radikalsten Künstlerinnen unserer Zeit: Auf ihren Selbstporträts malt sie sich mit schlaffen Brüsten, mit Kochtopf auf dem Kopf und sogar als Knödel. »Körperbewusstseinsbilder« nennt Maria Lassnig ihre Arbeiten, und es ist selten schmeichelhaft, was darauf zu sehen ist. Oft ist sie nackt oder tritt uns - wie auf dem Bild »Du oder ich« - mit der ganzen Schutzlosigkeit des Alters entgegen. Gleichzeitig hält sie zwei Pistolen in ihren Händen. Die eine zielt auf ihr Gegenüber, die andere auf ihren Kopf. Das Selbstporträt erzählt von einem alten Dilemma: Die Kunst ist die Waffe, mit der man trifft, aber man setzt dabei auch das eigene Leben aufs Spiel. Das Werk von Maria Lassnig, geboren 1919, hat ein großes Thema: Weiblichkeit. Da gibt es die starke Frau, die wie Godzilla durch eine Stadt stapft, die Wolkenkratzer reichen ihr gerade mal bis zur Hüfte. Oder die Frau, die mit dem Tiger schläft, und man weiß nicht, wer hier wen bezwingt. Aufgewachsen ist sie in einfachen Verhältnissen in Kärnten. Von der Mutter anfangs verstoßen, wuchs sie bei der Großmutter auf. Sie machte erst eine Ausbildung zur Grundschullehrerin und bewarb sich später an der Wiener Akademie der Künste. 1941 wurde sie aufgenommen, nach zwei Jahren musste sie die Akademie wieder verlassen, weil man ihren Umgang mit Farben »entartet« fand. Die pastelligen, manchmal leicht giftig aussehenden Farben sollten später zu ihrem Markenzeichen werden, das kalte Hellgrün, das grelle Gelb, das Rot, das sie nahm, wenn sie ihren Körper malte und »die Haut brennen« spürte. Nach dem Krieg ging Maria Lassnig nach Paris, 1968 nach New York, später lebte sie eine Zeit lang in Berlin. Maria Lassnigs großer Durchbruch kam viel später, im Jahr 1997, als ihre Zeichnungen ein Höhepunkt der Documenta X in Kassel waren. Das Buch zeigt Bilder der neueren Werkphasen ab 1998 von Maria Lassnig sowie bisher unveröffentlichte Gemälde aus dem Jahr 2009. (Text deutsch, englisch)

Kundenservice

Sie erreichen uns 24 Stunden über unser Kontaktformular oder zu den Geschäftszeiten unter
(030) 469 06 20.

Versicherter Versand

Innerhalb Deutschlands mit der Deutschen Post AG

Sicher einkaufen

Dank SSL-Verschlüsselung sind Ihre Daten geschützt und Sie kaufen sicher ein.